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Goethe-Oberschule Thale/Harz 1961 - der Jahrgang der ersten "Eingemauerten"

 

Trauer um unsere "Düse" - Frau Ursula Rackow -
Traueranzeige


Den Worten Ottomars gibt es nur wenig hinzuzufügen: "Liebe Leidensgenossen, so haben wir uns ins Gedenken an das Internat mal genannt. Über die Chefin haben wir uns des öfteren beklagt. Aber wir haben ihr trotzdem einiges Gute zu verdanken. In Gedenken verabschiede ich mich mit Euch von unserer "Düse". 
  
Ottomar


Es muss unser Alter sein, das die Vergangenheit mit einer gewissen Gelassenheit zu betrachten erlaubt, oder worauf ist es zurückzuführen, dass ich ebenfalls um Sie trauere, obwohl Sie mir als "wahlberechtigtem" sozialistischen Nachwuchs verboten hatte, um 20:00 Uhr ins Kino zu gehen, oder im Zimmer mit Andreas noch Radio zu hören oder nach 20:00 Uhr noch zu lesen?
Sie hatte es sicherlich nicht einfach, die männliche Besatzung des Internats unter der Haube zu halten. Respekt!

Sie hat aber auch vier Jahre lang in sozialistischer Überzeugung versucht, uns "Internatlern" eben die zu vermitteln und uns dem Einfluss des "Klassenfeindes" und Radio Luxenburgs zu entziehen. Gott sei Dank ist Ihr das bei mir nicht gelungen!! Gern hätte ich Ihr noch gesagt, dass Ihre Erziehungsmethoden bei mir genau das Gegenteil bewirkt haben. Dafür bin ich Ihr noch heute sehr dankbar und verzeihe ihr von Herzen.
Ich denke, in aller Namen zu sprechen, wenn ich den Anhörigen unser innigstes Beileid auspreche!


Peter

 

 

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