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Goethe-Oberschule Thale/Harz 1961 - der Jahrgang der ersten "Eingemauerten"
Penne der Goethe-Oberschule in Thale

Die Penne im Jahre 2010
Aktuell fotografiert: Unsere Goethe-Oberschule + Mädcheninternat im schmucken Outfit der Neuzeit.

Hallo liebe Mitschüler/Innen, 2011 zum 50-jährigen Treffen fanden wir uns wie zum 45-jährigen wieder im Ferienpark Bodetal zusammen. In dieser Stelle gilt der Dank in erster Linie Beo, der sich in planerischer Weise für uns eingesetzt hat und sogar den Beamer zum Laufen brachte!
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Unser Ausflug während des Klassentreffens 2011 in den Dom von Quedlinburg
und in das Atelier von Traute Wülfing und Dr. Eberhard Bein

Mein Kommentar
zum fünfzigjährigen Abi-Treffen am 3. September 2011


Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler, Pensionisten, Rentner, Hörgeschädigte, Gebehinderte, sonstige Beschädigte aber noch rollatorfreie Zeitgenossen, zum ersten Male nach dem 45-jährigen Treffen wurde wieder der Ferienpark Bodetal zur 50-jährigen Jubiläumsfeier ausgewählt.:


http://ferienpark.eckpunkt.de/start_f.php


Blick auf den Dom von Quedlinburg
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Blick auf den Dom von Quedlinburg


Hotelzimmer und dazugehörende Ferienhäuser entsprachen m. E. durchaus den allgemeinen Erwartungen. Für mich fast normal war, dass sich ausgerechnet in meinem Zimmer ein mehrere Millimeter breiter Riss in über Kopfes Höhe über alle vier Wände erstreckte und von den herausragenden Fähigkeiten nachsozialistischer Baumeister und ihrem Pfusch am Bau zeugte. Ich tröstete mich aber damit, dass die Auswirkungen des dilettantisch gesetzten Fundamentes auch noch auf dem Gang zu sehen waren.

Dagegen empfand es als sehr erfreulich und wohltuend, dass drei unserer Mitschülerinnen nach fünfzig Jahren zum ersten Mal den Weg zu unserem Treffen gefunden hatten. Leider glänzten andere wieder durch Absenz. Manche werden wegen sozialer Verpflichtungen im Kreise ihrer Familie verhindert gewesen sein. Ihnen gelten mein ganzer Respekt und meine Hochachtung. Umso mehr bin ich von denen enttäuscht, die aus Gründen, wie persönliche Arroganz, „sozialistischer“ Scham, individuelle Introvertiertheit oder einfache bornierte Verstocktheit durch Abwesenheit glänzten. Ihnen zeige ich gern die Rote Karte!! Das ist eine ganz schwache Leistung. Das hilft zwar weder uns noch ihnen, ist aber eine bewährte Möglichkeit, meinen Frust über die Dummheit der Menschen loszuwerden. Ich halte es deshalb gern mit Albert Einstein und seiner Erkenntnis über die menschliche Dummheit: „Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ 

 


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Vernisssage unter dem Motto Holz trifft Leinwand

 

Der Bürgermeister der Stadt Thale, Herr Thomas Balcerowski, zeigte uns mit einer engagierten Präsentation mit Laptop und Beamer die Entwicklung der Stadt in den letzten 50 Jahren und iinsbesondere die nachhaltige Entwicklung in seiner „Regierungszeit“. Die wesentlichen Entwicklungsprojekte könnt Ihr gern auf der Website:
balcerowski.de/aktuelles/content.php
nachlesen.

 

Diavortrag von Bürgermeister Thomas Balcerowski
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Diavortrag von Bürgermeister Thomas Balcerowski

 

Dem Bürgermeister sage ich von dieser Stelle aus - und sicherlich auch in Eurem Namen - für seinen Vortrag herzlichen Dank!

Der von Beo organisierte Ausflug am Samstag führte uns in den Quedlinburger Dom. Die elfteiligen Prachtstücke des jahrzehntelang verschollenen Domschatzes von dreizehn Teilen, der von einem Oberleutnant der amerikanischen Alliierten als Beutekunst geklaut und per Militärpost nach Texas  geschickt wurde, kaufte der deutsche Staat nach Jahrzehnten vergeblicher Suche durch Zahlung eines „Finderlohnes“ von ca. 10 Mill. DM zurück. Immerhin wurden die Erben des völkerrechtswidrig handelnden Diebes in den Staaten verurteilt, ohne dass Deutschland aber den unrechtmäßigen Finderlohn wieder erstattet bekam. Das außerordentlich wertvolle Samuhel-Evangeliar, das nach seinem Hauptschreiber Samuhel benannt wurde, stammt aus den Jahren 1225/1230, ist aus Gold eingebunden, besitzt Einfassungen für Edelsteine und ist vollständig in Goldschrift geschrieben. Seine Einmaligkeit treibt seinen Wert auf geschätzte 200 Millionen Dollar. Viele von uns beeindruckte in der Krypta des Doms das in einem Deckengemälde bildhaft dargestellte Salomonische Urteil. Auch wenn mancher sehr interessiert an die Deckenwölbungen starrte, um Interessiertheit zu hinterlassen, erinnerte mich der eine oder andere Blick eher an den verzweifelten Blick nach der Entgegennahme der Lateinprüfungsaufgabe in der Abi-Prüfung.

König Salomon hätte an den Abiturienten des 1961er Jahrgangs bestimmt seine Freude gehabt. Im Anschluss an den Dombesuch konnten wir einer Einladung von Dr. Eberhard Bein zu einer Vernissage in sein gemeinsam mit Frau Traute Wülfing in Ditfurt  eröffnetes Atelier, Quedlinburger Str. 2, folgen. Eberhard hat für mich sehr überraschend den Hang zur Kunst entdeckt - Gratulation! Zusammen mit seiner Partnerin Traute Wülfing gestaltet er unter dem Motto „Holz trifft Leinwand“ attraktive Gemälde, auf denen einfallsreich die verschiedensten bearbeiteten Baumstücke platziert werden. Einige – allerdings insbesondere meinem Geschmack entsprechende Aufnahmen - der Ausstellungsstücke könnt Ihr auch auf dieser Website in der Bilder-Show ansehen.

Am Abend konnte sich die gewohnte Gemütlichkeit - insbesondere wegen der nicht optimalen Räumlichkeit - nicht in gleicher Weise entfalten, wie wir das von den  jährlichen Treffen in Helmstedt gewöhnt waren. Dazu kam, dass es nicht einmal die Kerntruppe schaffte, nach
24:00 Uhr noch die Stellung zu halten. Ich kann zu dieser mickrigen Kondition so vieler „alter Leute“ nur süffisant kommentieren: „Was für ein müder Haufen “. ;-)

Wenn ich das nur lesen könnte
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Wenn ich das nur lesen könnte!!


Als Resümee meine ich: „Es war alles in allem ein emotionales Treffen, von dem wir wissen, dass es in unserem Leben nie wiederkommen kann und wird. Und ob wir uns zum 60. Abitreffen noch einmal alle wiedersehen werden, entscheiden andere auf dieser Welt." Als ich heute vom plötzlichen Tod der Ehefrau unseres unlängst verstorbenen Mitschülers Segi erfuhr, hat nicht nur mich das in meiner Meinung bestätigt.

Ich wünsche allen die erforderliche Kraft, damit wir uns am 31. August beim 51-jährigen Treffen 2012 in der Bildungsstätte in Helmstedt gesund und bei guter Laune wiedersehen können.


Bleibt bis dahin trotz mancher Wehwehchen rollatorfrei und so gesund und munter wie immer!

Euer "Webseitenbaschtler" Peter    

 

Die kleine Bildershow 2011 findet Ihr in der Navigation [links] unter = Ausflug nach Goslar Aktuelle Fotos

 

 

 

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